Besser essen fürs Klima: Diese fünf Nationen machen vor, wie es geht

 
 
 

Vietnam macht es in Sachen Nachhaltigkeit vor: Weniger Fleisch, aber nicht fleischlos.© Getty Images

Was wir essen und konsumieren, hat einen Einfluss auf die Umwelt. Man muss nicht gleich vegan leben, um etwas gegen den Klimawandel zu tun. Aber täglich Schnitzel oder Steak ist auch verkehrt. Fünf Nationen machen es vor, wie man Lebensmittel nachhaltig konsumiert.

Die Deutschen verzehren rund 60 Kilogramm Fleisch pro Kopf und Jahr, die Hälfte davon ist Schweinefleisch. Dafür werden jährlich etwa 60 Millionen Schweine geschlachtet und fast sechs Millionen Tonnen Schweinefleisch produziert. Das sind enorme Zahlen. Zahlen, die auch zu Problemen führen können. Fleischkonsum ist eine Gewissensfrage für sich, die sich Verbraucher immer öfter stellen.

Natürlich ist es daher am naheliegendsten, auf tierische Produkte wie Fleisch und Wurst zu verzichten. Eine neue Studie um den chinesischen Wissenschaftler Gang Liu von der chinesischen Akademie der Wissenschaften hat sich die Fleischversorgung ganz Deutschlands angesehen. Wer hierzulande seinen Fleischkonsum erheblich reduzieren würde, könnte einen großen Anteil zum Klimaschutz beitragen. Dazu muss man nicht gleich vegan werden, sondern es würden sich bereits Effekte zeigen, wenn man das ganze Tier isst, anstatt nur Edelteile wie Filets. Lesen Sie mehr dazu hier.

Einen Beitrag für die Umwelt leisten

Um es vorwegzunehmen: Es gibt nicht DIE Küche, die perfekt für die Umwelt ist. Aber in manchen Ländern isst man traditionell nachhaltiger als in anderen. Die meisten sind traditionelle Küchen, aus denen man für seine persönliche Ernährung lernen kann. Gut essen bedeutet nicht, dass seltsame Dinge zu sich nehmen, oder tief in die Tasche greifen muss. Hier sind fünf Gerichte aus Küchen, die besser fürs Klima sind.

Libanon: Mahlzeiten teilen
Wer nicht zu viel essen möchte und nicht will, dass am Ende das Essen im Müll landet, sollte seine Mahlzeiten teilen. So wie es in der Levante-Küche oft der Fall ist. (Lesen Sie hier, was Levante-Küche ist). Bei vielen Essern wird es immer jemanden geben, der das letzte Stück aufessen wird.

Indien: Die Basis ist Gemüse und Hülsenfrüchte
In wohl keinem anderen Land werden Gemüse und Hülsenfrüchte vielfältiger zubereitet als in Indien. Der Bohneneintopf Dal ist dabei nicht wegzudenken. Von Region zu Region gibt es große Unterschiede. Denn der Eintopf besteht aus lokalen Gemüsesorten, also solchen, die vor Ort wachsen - abhängig von der Saison. Dal gibt es mit grüner Mango, Kokosnuss, Tomaten, sogar mit Fischköpfen.
Linsen und Bohnen sind reich an Proteinen und Ballaststoffen. Sie lassen sich einfach anbauen, brauchen wenig Wasser und passen sich den Gegebenheiten an. Die amerikanische "Food and Agriculture Organization" nennt sie sogar "climate smart", also klima-clever.

Kansas: Essen wie die indigene Bevölkerung
Die Choctaw sind ein nordamerikanisches Indianervolk, die Lebensmittel im Einklang mit der Natur konsumiert haben. Immer mehr Bewohner - beispielsweise aus Kansas - orientieren sich wieder an deren Ernährungsweise. Ein gutes Beispiel für dieses Prinzip ist das Revival von Bison, einer traditionellen Proteinquelle für Ureinwohner im Mittleren Wessen. Bison kann Rind sehr gut ersetzen. Aber auch Wildpflanzen wie Rüben, Salbei und Löwenzahn erleben ein Comeback.

Venezuela: Muscheln, Muscheln, Muscheln
Sie sind reich an Proteinen, solange sie aus sauberen Gewässern stammen. Denn Muscheln filtern das Wasser, in dem sie wachsen. Weil Muscheln sich von Phytoplankton ernähren, benötigen sie nur einen Bruchteil des Ökosystems, um ihr Protein herzustellen. Kein anderes tierisches Eiweiß ist demnach nachhaltiger.

Vietnam: Weniger Fleisch, aber nicht fleischlos
Wir Deutschen essen zu viel Fleisch. Die Vietnamesen machen es mit Pho vor, wie man wenig Fleisch essen kann, aber nicht darauf verzichten muss. Pho ist gewissermaßen das Nationalgericht Vietnams.
In Vietnam beginnt eigentlich jedes Frühstück mit einer Pho. Wenn die Sonne gerade aufgegangen ist und die Hitze sich noch nicht über die Städte gelegt hat, nährt die traditionelle vietnamesische Nudelsuppe und versorgt die Menschen mit Flüssigkeit und wichtigen Nährstoffen.
Die Pho ist das Herzstück der vietnamesischen Küche. Traditionell wird sie in einer Schüssel gereicht und enthält neben einer kräftigen klaren Brühe, die meist aus Rinderknochen zubereitet wird, Reisnudeln und in dünne Scheiben geschnittenes Rindfleisch.

© Getty Images

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